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Lehre und Studium

Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE)

Die Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO) schreibt in § 27 einen Leistungsnachweis im Querschnittsbereich Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin (GTE) vor. Die Lehre in diesem Querschnittsbereich widmet sich einem der in § 1 Abs. 1 ÄApprO genannten zentralen Inhalte der ärztlichen Ausbildung, nämlich der Vermittlung der geistigen, historischen und ethischen Grundlagen ärztlichen Verhaltens. Wie bei allen anderen zentralen Ausbildungsinhalten soll auch die Vermittlung dieser Inhalte auf wissenschaftlicher Grundlage und auf der Basis des aktuellen Forschungsstandes erfolgen. (zit. aus dem gemeinsamen Grundsatzpapier des Fachverbands Medizingeschichte und der Akademie für Ethik in der Medizin)

Für Studierende des 1. klin./5. Semesters Humanmedizin werden eine kurrikulare Vorlesung und ein dazugehöriges Seminar angeboten.

Die Klausurtermine finden Sie unter Aktuelles.

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(Foto: UKB)

Medizinische Terminologie

(Leitung: Dr. phil. Christian Kaiser)

Praktikum der Medizinischen Terminologie für Studierende der Humanmedizin im 1. vorklinischen Semester mit und ohne Lateinkenntnisse(n) (Wintersemester) sowie für Studierende der Zahnmedizin im 2. Fachsemester ohne Lateinkenntnisse (Sommersemester).

Die Klausurtermine finden Sie unter Aktuelles.

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(aus: Andreas Vesalius, De humani corporis fabrica, Basel 1543, f. 413)

Wahlfach I: Evidenzbasiert, ethisch und im realen Kontext anwendbar: Wie geht das? - Evidenz an der Schnittstelle zwischen klinischer Forschung und Praxis

Dozierende: Prof. Dr. phil. Dr. rer. med. habil. Mariacarla Gadebusch Bondio, Emilia Lehmann B.A./Ärztin, Phillip Roth, M.A.

Termine: Lehrveranstaltung verschoben - wird voraussichtlich im Sommersemester 2021 stattfinden

Details und Anmeldung: https://www.basis.uni-bonn.de/qisserver/rds?state=verpublish&status=init&vmfile=no&publishid=185510&moduleCall=webInfo&publishConfFile=webInfo&publishSubDir=veranstaltung

In diesem Wahlfachseminar wird der Zusammenhang zwischen der Erzeugung von Evidenz und ihrer Anwendung in der klinischen Praxis reflektiert. Ergebnisse, die im Labor oder innerhalb einer klinischen Studie generiert werden, sind oft nur schwer in der Praxis umsetzbar: beispielsweise in Regionen oder Ländern, in denen die in Leitlinien festgelegten Standards nicht gewährleistet werden können oder bei bestimmten Gruppen von Patient*innen, die von der Forschung vernachlässigt werden (Kinder, Frauen, Menschen mit seltenen Erkrankungen, ältere Menschen etc).
Die Etablierung der Evidenzbasierten Medizin (EbM) und der randomisierten kontrollierten Studie (englisch randomized controlled trial, RCT) als Goldstandard der klinischen Forschung haben die Medizin deutlich verändert. Sie ist wissenschaftlich robuster geworden. Doch damit gehen auch Probleme einher, die wir in unserem Wahlfach verstehen und diskutieren wollen. Konkret wird zu fragen sein: Wie entsteht Evidenz und durch wen? Wie werden Daten zu Informationen? Wer garantiert für Forschungsqualität und Transparenz? Was macht gute Forschung aus? Ist der Gebrauch öffentlicher Gelder für Forschungsprojekte zu vertreten, die nicht zwangsläufig den Bedürfnissen künftiger Patient*innen entsprechen? Warum findet so viel Verschwendung in der Forschung statt? Warum stellen Frauen, Kinder und ältere Menschen „Störfaktoren“ bei RCTs dar? Welche globalen Konsequenzen haben die Qalitätsansprüche der EbM? Welche globalen Ansprüche könnte man an die EbM stellen? Warum sind Studienergebnisse so schwer reproduzierbar? Sind alle Disziplinen in der Medizin gleich evidenzbasiert?
Mit diesen und anderen forschungs- und medizinethischen Fragen wollen wir uns in dem Seminar, das im Corona-Zeitalter via ZOOM stattfinden wird, auseinandersetzen.

Methodenwerkstatt für Doktorand*innen am Institute for Medical Humanities

In dieser Lehrveranstaltung werden spezifische methodische Kompetenzen für die Doktorarbeit im Fach 'Geschichte, Medizin und Ethik der Medizin' vermittelt. Außerdem steht die Reflexion über Medizingeschichte und Medizinethik als wissenschaftliche Disziplinen im Vordergrund. Die Methodenwerkstatt richtet sich an Doktorand*innen am Institute for Medical Humanities; Teilnahme nur auf Einladung durch die Dozentin bzw. die Dozenten.

(jeweils zweistündige Sitzungen semesterübergreifend im drei- bis vierwöchigen Turnus; Leitung: Dr. Christian Kaiser / Julia Letow, M.LIS / Dr. Felix Sommer)

Fremdsprachen für Studierende der Medizin

Französisch (durchgeführt vom Institut Français der Universität Bonn)

Spanisch

Bioethik

Die Vorlesung Bioethik wird als obligatorische Lehrveranstaltung für das 4. Semester des Studiengangs Molekulare Biomedizin in jedem Sommersemester im Hörsaal des Medizinhistorischen Instituts durchgeführt. Lernziele: Problembereiche und Methoden der angewandten Ethik; Darstellung und Diskussion ausgewählter Themen der Bioethik, die sich aus der Anwendung der im Studium vermittelten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse und Techniken ergeben; sachgemäße und differenzierte Erörterung der in der Vorlesung behandelten moralischen Fragestellungen und Probleme.

Die Klausurtermine finden Sie unter Aktuelles.

labor

(Foto: UKB)

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